13: Vereinigte Maria Anna und Steinbank
SCHACHT 3    1858 -1904


Auf diesem Gelände, das bis zu dem Waldstück im Hintergrund reichte, befand sich der Schacht 3 der Zeche Vereinigte Maria Anna und Steinbank mit seinen Tagesanlagen. Die Förderung in diesem Schacht wurde nach dem Erwerb (1868) durch den Bochumer Verein für Bergbau und Gußstahlfabrikation im Jahre 1874 voll wiederaufgenommen und bis zur Stillegung der Zeche im Jahre 1904/05 betrieben.

Bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden die beiden Flöze Maria Anna und Steinbank von zwei später vereinigten Gewerkschaften abgebaut. Die dringend erforderliche Wasserlösung der tieferliegenden Vorräte erfolgte durch den vom Ruhrtal hierher vorgetriebenen Horster Erbstollen, der nach 3,8 km Länge Anfang 1843 das Flöz Maria Anna erreichte.

Das Gebäude des Schachtes 1 des schon mit einer Fördereinrichtung versehenen tonnenlägigen Schachtes steht heute noch am Elchweg. Ein zweiter, ebenfalls als Schrägschacht im Flöz hergestellter Schacht stand im Spelbergsbusch. Die Kohle wurde hauptsächlich zur Ruhr abgefördert, teils durch den Horster Erbstollen, teils durch eine Pferdebahn über Tage.

Etwas später wurde das Abteufen eines senkrechten Schachtes, des Schachtes 3, erforderlich, der sich einige Meter südlich von hier befand. Wegen der dafür erforderlichen hohen Zubußen - das sind Pflichtzahlungen der Gewerken - verkaufte der Hauptgewerke seine Anteile (Kuxe) an einen Düsseldorfer Bankier, der sie an zwei Engländer weitergab. Der Betrieb mußte jedoch um 1862 eingestellt werden. Auch die Klage eines hiesigen Gewerken änderte nichts daran. Die Gewerkschaft ging in Konkurs und wurde 1868 durch den Bochumer Verein (siehe auch Tafel „Schacht 4“) erworben. Der Schacht wurde gesümpft, d.h. man pumpte das Wasser ab und baute ihn zu einem leistungsfähigen Förderschacht aus, der zusammen mit dem Schacht 4 die lebenswichtige Versorgung des Werkes mit Kohle und - aus einer dort befindlichen Kokerei - mit Koks sicherstellte..



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